Mit über 40 Jahren Erfahrung und einer einzigartigen Vielfalt an Fachwissen, Talenten und Kulturen entwerfen und liefern die Architekten von Thales Alenia Space innovative Lösungen für Telekommunikation, Navigation, Erdbeobachtung und Umweltüberwachung, Exploration, Wissenschaft sowie orbitale Infrastrukturen. Institutionen, Regierungen und Unternehmen vertrauen auf Thales Alenia Space beim Design, dem Bau und der Bereitstellung von Satellitensystemen: um Menschen und Objekte weltweit zu lokalisieren und zu vernetzen, unseren Planeten zu beobachten sowie die Nutzung der Ressourcen der Erde und unseres Sonnensystems zu optimieren.
Thales Alenia Space ist davon überzeugt, dass der Weltraum der Menschheit eine neue Dimension eröffnet, die es uns ermöglicht, ein besseres und nachhaltigeres Leben auf der Erde aufzubauen. Als Joint Venture zwischen Thales (67 %) und Leonardo (33 %) bildet Thales Alenia Space zudem gemeinsam mit Telespazio die „Space Alliance“, um ein umfassendes Spektrum an Lösungen und Dienstleistungen anzubieten. Thales Alenia Space erzielte im Jahr 2024 einen Umsatz von 2,23 Milliarden Euro und beschäftigt mehr als 8.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sieben Ländern an 14 Standorten in Europa.
At-a-Glance
Thales Alenia Space beschleunigte die Entwicklung geschäftskritischer Satellitensoftware mit der SUSE Rancher Suite. Basierend auf SUSE Rancher Prime, SUSE Virtualization und SUSE Security automatisiert das neue Platform-as-a-Service-Modell die Bereitstellung, vereinheitlicht DevSecOps-Praktiken und stärkt die Sicherheit. So verkürzte Thales Alenia Space die Zeit für die Einrichtung von Umgebungen um mehr als 90 % und senkte die Virtualisierungskosten im Vergleich zur vorherigen Lösung um das bis zu 3-fache.
Effizienzsteigerung im Fokus
Die meisten Weltraumprojekte umfassen ein Bodensegment: Eine Sammlung von Netzwerk-, Computer- und Softwaresystemen auf der Erde, mit denen Missionsteams Telebefehle (TC) an Satelliten senden und deren Telemetrie (TM) empfangen.
Um die Effizienz zu steigern, rief Thales Alenia Space die Initiative „Move to Cloud“ ins Leben. Ziel war es, die Entwicklung von Bodensoftware durch Containerisierung, Microservices und Infrastructure-as-Code zu standardisieren und zu industrialisieren. Ziel war dabei, die Bereitstellung zu automatisieren, die Sicherheit zu stärken und die Agilität bei neuen Satellitenprojekten zu verbessern.
Der Eckpfeiler dieser Transformation war die Space Digital Platform (SDP), ein unternehmensweites Platform-as-a-Service-Modell. Dieses wurde entworfen, um Entwicklern einen Katalog mit wiederverwendbaren Microservices und vorkonfigurierten Umgebungen zur Verfügung zu stellen. Mit der SDP verfolgte Thales Alenia Space das Ziel, eine Automatisierung mit Tools wie Terraform einzuführen, die es den Teams ermöglichen würde, vollständige und sichere Kubernetes-basierte Umgebungen in Stunden statt in Tagen aufzubauen. Durch die Bündelung von Ressourcen und eine zentrale Verwaltung wird Thales Alenia Space die Effizienz entscheidend steigern.
Damit die SDP zum Erfolg wird, benötigte Thales Alenia Space eine flexible, Hybrid-Cloud-fähige Basis, die in jeder Umgebung betrieben werden kann. Während einige Kunden Public-Cloud-Bereitstellungen über Anbieter wie Azure benötigen, setzen andere auf On-Premises-Virtualisierung oder die Wiederverwendung bestehender Kubernetes-Cluster. Thales Alenia Space suchte nach einer zentralen Lösung, die all diese Bereitstellungsmodelle abdeckt, ohne dabei Abstriche bei Konsistenz, Automatisierung oder Governance zu machen.
„Die Kosten für SUSE Virtualization sind bei gleichwertigem Funktionsumfang zwei- bis dreimal niedriger als bei VMware. Wenn wir den Schulungsaufwand und die operative Effizienz mit einbeziehen, spricht die Total Cost of Ownership eindeutig für SUSE.“
Sébastien Blasi
Space Digital Platform Product Line Manager
Thales Alenia Space
Warum die SUSE Rancher Suite?
Da Thales Alenia Space bereits in früheren Projekten SUSE Linux Enterprise Server und die Community-Version von Rancher eingesetzt hatte, kam SUSE in die engere Auswahl für eine Evaluierung, zusammen mit Alternativen wie XCP-ng, OpenStack und Proxmox. Während dieses Prozesses stellte das Unternehmen fest, dass SUSE Virtualization einen entscheidenden technischen Vorteil bot.
Da SUSE Virtualization auf Kubernetes und nicht auf einem herkömmlichen Hypervisor-Stack basiert, konnten die Ingenieure von Thales Alenia Space (die bereits versiert im Kubernetes-Management waren) ohne langwierige Umschulung umsteigen. Die moderne, API-gesteuerte Architektur der Plattform passte zudem perfekt zur Infrastructure-as-Code-Strategie von Thales Alenia Space für die SDP sowie zum Ziel einer vereinheitlichten Automatisierung.
In enger Zusammenarbeit mit den Engineering- und Produktmanagement-Teams von SUSE führte Thales Alenia Space einen Proof of Concept (PoC) durch. Dabei wurden SUSE Rancher Prime für das Multi-Cluster-Management, SUSE Virtualization als geplanter VMware-Ersatz und SUSE Security für den Zero-Trust-Schutz von Containern getestet.
„Viele Aspekte der SUSE Rancher Suite haben uns überzeugt“, kommentiert Sébastien Blasi, Product Line Manager für die Space Digital Platform. „Besonders beeindruckt hat uns SUSE Virtualization. Obwohl es sich um ein junges Produkt handelt, wird es die überwiegende Mehrheit unserer Virtualisierungs-Anwendungsfälle zu einem wettbewerbsfähigen Preis unterstützen.“
Überzeugt von der Technologie entschied sich Thales Alenia Space für die integrierte SUSE Rancher Suite, um containerisierte und virtualisierte Workloads über eine einzige Steuerungsebene (Single Control Plane) in On-Premises- und Cloud-Umgebungen zu verwalten, ganz ohne Vendor-Lock-in.
Die Mehrwehrte der SUSE Lösungen
Senkt Virtualisierungskosten um das Dreifache
Durch den Ersatz von VMware durch SUSE Virtualization konnte Thales Alenia Space die Lizenz-, Support- und Betriebskosten um das bis zu Dreifache senken.
„Die Kosten für SUSE Virtualization sind bei gleichwertigem Funktionsumfang zwei- bis dreimal niedriger als bei VMware“, erklärt Sébastien Blasi. „Wenn wir Schulungsaufwand und operative Effizienz mit einbeziehen, spricht die Total Cost of Ownership (TCO) eindeutig für SUSE.“
Dank dieser Einsparungen kann Thales Alenia Space das Budget gezielter für Innovationen und die Weiterentwicklung der SDP einsetzen.
Beschleunigt Bereitstellung um mehr als 90 %
Dank der Infrastructure-as-Code-Automatisierung mit SUSE Rancher Prime und Terraform auf Basis von SUSE Virtualization kann Thales Alenia Space nun sichere Kubernetes-Umgebungen in weniger als zwei Stunden bereitstellen, eine Reduzierung der Einrichtungszeit um 90 %.
Diese Beschleunigung erlaubt es den Entwicklungsteams, sich auf die Wertschöpfung zu konzentrieren, statt die zugrunde liegende Infrastruktur zu warten. Thales Alenia Space nutzt Terraform und GitLab CI/CD als zentrale Automatisierungstools für Container- und Virtualisierungsebenen und ermöglicht so konsistente, wiederholbare Bereitstellungen über die SUSE Virtualization APIs.
„Wir können jetzt einen vollständigen Cluster, vorkonfiguriert mit all unseren Services, in weniger als zwei Stunden bereitstellen“, so Sébastien Blasi. „Was früher Tage dauerte, ist jetzt automatisiert und industrialisiert. Wir sind sehr zufrieden damit, wie die SUSE Rancher Suite unseren Product Ownern und Administratoren das Leben erleichtert.“
Durch die Standardisierung der Bereitstellungen mittels Code hat Thales Alenia Space zudem die Reproduzierbarkeit und Compliance verbessert. So ist sichergestellt, dass jede Umgebung, unabhängig von der jeweiligen Mission, denselben Security-Baselines folgt. Diese neu gewonnene Agilität hilft Thales Alenia Space, schneller auf Kundenbedürfnisse zu reagieren und die Time-to-Market für neue Satelliten-Bodensoftware zu verkürzen.
Stärkt die Cybersicherheit
In einer hoch regulierten Branche haben Informationssicherheit und Datengovernance für Thales Alenia Space oberste Priorität. Durch die Integration von SUSE Security hat das Unternehmen Echtzeit-Monitoring und automatisierte Schwachstellen-Scans eingeführt, was die Transparenz und Kontrolle über containerisierte Workloads erhöht. Während die Implementierung weiter voranschreitet, sieht Thales Alenia Space bereits deutliche Vorteile in der Ergänzung bestehender Cybersicherheits-Tools.
Dieses mehrschichtige Sicherheitsmodell – basierend auf neun Regeln, die für alle Projekte der Thales-Gruppe gelten – ermöglicht es Thales Alenia Space, die strengen Sicherheitsstandards der Luft- und Raumfahrtbranche einzuhalten und gleichzeitig den Weg für eine umfassendere Zero-Trust-Strategie in zukünftigen Projekten zu ebnen.
Optimiert den Betriebs und vereinfacht die Wartung
Das zentrale Management von SUSE Rancher Prime ersetzt das bisherige Modell unabhängiger, inkonsistenter Projektinfrastrukturen. Es bietet eine einzige Steuerungsebene sowohl für virtualisierte als auch für containerisierte Workloads und vereinheitlicht die Kontrolle über alle SDP-Bereitstellungen, von On-Premises bis hin zu Azure.
Administratoren können Kubernetes-Cluster und virtuelle Maschinen über eine einzige, intuitive Benutzeroberfläche verwalten. Dadurch entfällt die Notwendigkeit für mehrere, voneinander getrennte Verwaltungstools und die Steuerung über die Befehlszeile.
„SUSE Rancher Prime bietet unseren Administratoren eine vereinfachte, visuelle Möglichkeit, Cluster zu verwalten, ohne auf Befehlszeilentools angewiesen zu sein“, bestätigt Sébastien Blasi. „Das ist effizient und beschleunigt die Akzeptanz innerhalb der Teams.“
Unterstützt die digitale Souveränität Europas
Die europäischen Wurzeln und das Open-Source-Modell von SUSE passen von Natur aus zu dieser Mission. Durch den Einsatz transparenter, unabhängig gesteuerter Technologien kann Thales Alenia Space Bodensysteme liefern, die strengste Souveränitäts- und Compliance-Anforderungen erfüllen und gleichzeitig einen proprietären Vendor-Lock-in vermeiden.
„Unser Ziel ist es, die volle Autonomie Europas in der Satellitenkommunikation zu gewährleisten. Die offenen und souveränen Lösungen von SUSE stimmen perfekt mit dieser Vision überein“, sagt Sébastien Blasi.
Indem Thales Alenia Space die SDP auf der SUSE Rancher Suite aufbaut, stärkt das Unternehmen die Kapazitäten Europas, sichere Cloud-native Infrastrukturen zu entwickeln und zu betreiben. Die Verwendung von Technologien, die innerhalb des eigenen Ökosystems gesteuert werden, sichert langfristige Kontrolle, Resilienz und Vertrauen bei kritischen Missionen.
Bietet wirkungsvolle Unterstützung
Über die Technologie hinaus schätzt Thales Alenia Space das Engagement von SUSE für seine Partner. Während der Zusammenarbeit mit den Produkt- und Engineering-Teams von SUSE im Rahmen des PoC konnte Thales Alenia Space die Prioritäten der Roadmap in Bereichen wie dem Lifecycle-Management von SUSE Virtualization, der Cluster-API-Integration und erweiterten Sicherheitsfunktionen aktiv mitgestalten.
„SUSE hat uns direkten Zugang zu seinen Produktteams gewährt. Wir konnten Feedback geben und sehen, wie unsere Anforderungen in die Roadmap eingeflossen sind. Diese Zusammenarbeit hat echtes Vertrauen geschaffen“, so Sébastien Blasi.
Diese Partnerschaft erstreckt sich auch auf das Tagesgeschäft. Wenn Unterstützung benötigt wird, zeigt sich Thales Alenia Space beeindruckt von der Qualität und Schnelligkeit der Rückmeldungen. „Wir sind sehr zufrieden mit der Geschwindigkeit und Qualität der Antworten, die wir auf unsere Support-Tickets erhalten haben“, fügt Sébastien Blasi hinzu.
Diese strategische Ausrichtung, vom Einfluss auf die Roadmap bis hin zum reaktionsschnellen Support, gibt Thales Alenia Space die Gewissheit, mit SUSE nicht nur einen Anbieter, sondern einen langfristigen Partner für Innovationen gewählt zu haben.
Vielfältige Vorteile für Thales Alenia Spac
Mit der auf der SUSE Rancher Suite etablierten SDP möchte Thales Alenia Space diese zur Standardgrundlage für die Softwareentwicklung und den Betrieb in ganz Europa machen.
„Wir haben den Mehrwert der Plattform bereits bewiesen“, sagt Sébastien Blasi. „Der nächste Schritt ist ihre Industrialisierung, um sicherzustellen, dass jedes neue Programm von derselben Automatisierung, Sicherheit und Agilität profitiert.“
Derzeit unterstützt die SDP ein Dutzend interner Projekte in der Vorproduktion. Damit wird der Grundstein für die ersten vollständigen Produktionsumgebungen gelegt, die nach der Validierungs- und Härtungsphase der Plattform für die Jahre 2026 und 2027 geplant sind. Mit zunehmender Reife der Plattform plant Thales Alenia Space, die Nutzung der SDP auf Kunden- und Partnerumgebungen auszuweiten. Dies ermöglicht Verbundprojekte, die auf derselben sicheren Cloud-nativen Architektur basieren. Eine weitere künftige Entwicklungslinie könnte darin bestehen, SDP-Konzepte im Sinne eines „Space-Edge-Computing“-Ansatzes direkt auf Satellitenebene anzuwenden.
„SUSE’s Technologie und unsere missionsorientierte Unternehmenskultur schaffen eine neue Generation digitaler Infrastruktur für den Weltraum“, fügt Sébastien Blasi hinzu. „Unser Ziel ist klar: schnellere Innovationen, größere Autonomie und volles Vertrauen in die Systeme, die Europa vernetzt halten.“